Jessi und die Außerferner-Crew: Eine Eisschraube im Mondlicht... (Jessi und die Außerferner-Crew: Eine Eisschraube im Mondlicht...)

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Jessi und die Außerferner-Crew: Eine Eisschraube im Mondlicht...

Gallyer - Piztalzoom

09.01.2016 Jessica Müller

Am 9. Januar treffe ich mich mit Michi, Mani und Dani – Jessi, allein unter Auserfernern – am Eingang des Pitztals. Heute steht ein Eisgully bei Plangeross, namens Gallyer, auf dem Programm, der anscheinend vor Kurzem erst Erstbegangen wurde.

 Anfangs geht es nur schleppend voran. Der eigentlich kurze Zustieg von etwa 200hm erweist sich als sehr mühsam, da er über leicht verschneites Blockgelände führt. Doch auch in der ersten Seillänge läuft es nicht besser. Meine Finger sind eingefroren: Ja, das hasse ich am Eisklettern. Ok, zu viel Zeit ist jetzt schon vergangen, wir sollten echt mal Gas geben, denn mit 400hm ist die Tour nicht gerade kurz und wir wissen nicht genau, wie der Abstieg ausschaut. Der Gully wechselt von sehr engen Steilaufschwüngen zu flacheren, schneebedeckten Passagen, sodass wir einen Großteil am laufenden Seil gehen können. Trotzdem ist es schon recht spät als wir das Eis-Ende erreichen.

Was jetzt? Das ganze wieder abseilen? Das wäre echt ein riesiger Aufwand. So entscheiden wir uns die letzten 2 Mixedlängen noch zu klettern und darauf zu hoffen, dass sich der Abstieg der Erstbegeher als offensichtlich erweist. Ich glaube den Satz „westseitig über Grasflanke in Rinne zur Straße“ wird keiner von uns je wieder vergessen, denn was sich wie eine nette Wanderung über Almwiesen anhört, kostet uns fast die Nerven. Nachdem wir eine Erhebung an einem Kamm erreichen, welche das Ende der Tour markiert, sinkt uns das Herz beinahe in die Hose. Das Gelände wird nämlich nicht flacher. Nein, im Gegenteil, unter uns befindet sich ein gewaltiger Abbruch und wir fragen uns echt wie dort ein Weg durchführen soll. Naja, wir halten uns an die Beschreibung und queren erst einmal die steilen Grashänge, die Eisgeräte halten eh Bombe in dem gefrorenen Gras. Hin und wieder können wir sogar noch eine Zwischensicherung in den Felsen unterbringen. Doch unsere Hoffnung wird nach jedem Kamm den wir umrunden wieder und wieder enttäuscht, denn der Abstieg ist einfach nicht ersichtlich. Die Flanke wird immer steiler und ist durchsetzt von verschneiten Platten, in denen absolut keine Sicherung mehr unterzubringen ist. Wir müssen uns ausbinden. Langsam läuft uns echt die Zeit davon, es dämmert nämlich schon und wir haben keine Ahnung wie wir runterkommen sollen.

Doch dann endlich: in einigen 100 m Entfernung sehen wir einen Eisfall, der unten in eine flache Rinne mündet, welche zur Straße hinausführt. Unsere einzige Chance ist es dorthin zu queren und dann über das Eis abzuseilen. Mit dem letzten Licht des Tages setzt Michi eine Eisschraube. Schnell ist auch die Sanduhr gebohrt und so stehen wir schon bald in der Rinne und eineinhalb Stunden später am Auto.

Was für ein Abschluss der Tour. Ich frage mich echt ob die anderen genauso abgestiegen sind (aber dann wäre die Beschreibung mehr als dürftig gewesen) oder ob wir den Weg einfach nicht gefunden haben. Nach kurzem Stop beim Schachtelwirt entscheiden wir uns noch zu Lisas Geburtstag zu fahren – sie wohnt ja fast ums Eck. So treffen wir (leider nicht ganz pünktlich) um kurz nach Mitternacht in Leogang ein und halten doch noch überraschend lange durch. Wie es sich gehört …

Happy Birthday, Lisa!!

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