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Vicky weiß wie! Heute zum Thema: Über das Vermeiden eines "Kuhangriffs"

Immer wieder erreichen uns Schreckensnachrichten, dass Wanderer von Kühen angegriffen und im schlimmsten Fall getötet werden. Dabei sind Kühe und Rinder eigentlich friedliebende Tiere, die nur angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen oder jemanden verteidigen wollen. Freilich sieht das bei Bullen etwas anders aus, aber die haben ja bekanntermaßen auch ein eher hormonelles Problem (zum Glück sind Bullen aber eigentlich nie auf Almen anzutreffen). Zuweilen ist auch besondere Vorsicht geboten, wenn man Wiesen mit Mütterkühen und Kälbern kreuzt, da Mutterkühe einen ausgeprägten Beschützerinstinkt besitzen. Die Wanderung mit Hunden birgt ein erhöhtes Gefahrenpotential, da Hunde von Kühen manchmal als potentielle Feinde angesehen werden.

Folgende Verhaltensregeln sollten also auf bewirtschafteten Almen berücksichtigt werden:

  • Weidende Tiere wenn möglich in weiträumigen Abstand (20-50 m) umgehen
  • Tiere nicht erschrecken oder anfassen
  • Bei Drohgebärden (Senken des Kopfes, Scharren und Brüllen) ruhig bleiben, den Tieren keinesfalls den Rücken zukehren und langsam die Weide verlassen (sollte das Tier aber tatsächlich zum Angriff übergehen, die Weide ggf. auch schneller verlassen)
  • Hunde an der Leine führen
  • Im Falle von Drohgebärden oder einem Angriff sollte der Hund allerdings abgeleint werden, da dieser meistens der Grund für die Aggressivität der Kühe ist (der Hund ist meist schneller als die Kühe, und die Kühe konzentrieren sich eher auf den Hund als auf den Menschen)
  • Eventuell einen Stock mitführen; im äußersten Notfall kann ein gezielter Schlag des Selbigen auf die Nase des Rindes eingesetzt werden

Beachtet man diese simplen Verhaltensregeln, so werden unsere Almen auch weiterhin ein wunderschöner und idyllischer Rückzugsort bleiben; mit Mensch und Tier im Einklang.

Über das Vermeiden eines "Kuhangriffs"

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Victoria Bergkemper ist Biologin, passionierte Bergsteigerin und ehrenamtliche Naturschutz-Referentin beim Alpenverein Mondsee. Sie arbeitet am Limnologischen Institut, wo sie ihre PhD-Arbeit im Feld der Plankton-Ökologie schreibt.

 
 
 

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